Seit einiger Zeit wird eine neue Form der Geldanlage immer populärer, die Omas gutes, altes Sparbuch zunehmend vom Markt verdrängt: Die Rede ist vom Tagesgeldkonto. Verständlich, taugen die Zinsen auf den meisten Sparbüchern doch nicht einmal mehr dazu, ein mitleidiges Lächeln beim gebeutelten Anleger zu erregen. Das Prinzip der Tagesgeldkonten ist simpel: Das Geld ist jederzeit in vollem Umfang verfügbar, es gibt – anders als beim Sparbuch – keine Kündigungsfristen. Wermutstropfen ist einzig die eingeschränkte Verfügbarkeit. In der Regel ist eine Verfügung nur durch Überweisung auf ein Referenz-Girokonto möglich. Barabhebungen am Automaten gehen damit nicht. Angesichts der vergleichsweise erfreulichen Verzinsung – derzeit sind bis zu 2,75% drin – kann man diese kleine Einschränkung jedoch ertragen.
Wichtig ist es bei Tagesgeldkonten, wie auch bei fast allem anderen, die Angebote genau zu vergleichen. Seit der Pleite isländischer Banken, wie beispielsweise Kaupthing, ist ein ganz wesentlicher Punkt die Einlagensicherung. In welcher Höhe werden Einlagen auf den Tagesgeldkonten garantiert und wer garantiert diese? Im Mittelpunkt steht natürlich auch die Höhe der Verzinsung. Aber Vorsicht: Banken können Konditionen auch schnell ändern. Also aufpassen, für wie lange die Zinsen festgelegt sind, sonst kann es eine unerfreuliche Überraschung geben. Darüber hinaus werben manche Anbieter neben der Verzinsung auch mit Sofortprämien für Neukunden. So bietet die VTB Bank derzeit einem Neukunden eine Prämie von 40€ für ein neu eröffnetes Tagesgeldkonto.
Übersicht bieten verschiedene Seiten im Internet, die die aktuellen Konditionen auflisten und auch Vorteile, wie die genannten Prämien, herausarbeiten. Ein bisschen vergleichen lohnt sich, dann ist trotz der jetzigen Niedrigzinsphase eine erfreuliche Verzinsung auf dem Tagesgeldkonto möglich.
